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HoW-Szenarien: Landung auf Peleliu 1944
(>) Der Flugplatz auf Peleliu war für die japanischen Luftstreitkräfte von entscheidender Bedeutung: Von dort aus konnten die Japaner die amerikanischen Flottenoperationen im Raum rund um die Philippinen und in südlicher Richtung gen Neu-Guinea empfindlich stören. Zwar war die Schlagkraft der japanischen Luftstreitkräfte gegen Ende 1944 nur noch marginal gegeben, für die Amerikaner bedeutete Peleliu bei Palau dennoch einen empfindlichen Stachel im Rücken einer kommenden Philippinen-Operation. Daher wurde der Entschluss gefasst, die Insel und ihre kleineren Nachbarinseln in einer amphibischen Operation einzunehmen. Ungewöhnlicherweise hatte der japanische Befehlshaber aber eine gänzlich andere Taktik als bisher eingeschlagen, da er aus den vorangegangenen Niederlagen gelernt hatte. Anstatt mit allen Kräften am Strand eine Landung zu verhindern - was unweigerlich im Trommelfeuer der Schiffsartillerie hätte scheitern müssen - wurden hier nur schwache Kräfte stationiert. Zur Befestigung des Strandes wurden jedoch in einer etwas erhöht liegende Korallenlinie MG-Nester und Pakstellungen mit winzigen Feueröffnungen untergebracht (die Insel besteht komplett aus uralten, versteinerten Korallen). Das Gros der Verteidigung konzentrierte sich jedoch in einem die Insel dominierenden Hügelrücken nordöstlich des Flugplatzes, in den über 500 Höhlen hineingesprengt worden waren (teils schon für den Phosphatabbau in den Jahrzehnten zuvor). Entsprechend blutig wurde die Kampagne für die Amerikaner, die hier vor allem mit dem Marine Corps, lediglich von einem Heeresregiment unterstützt, anlandeten. Denn mit einer solchen Taktik hatten die Amerikaner nicht gerechnet: Ihre Schiffsgeschütze und Fiegerangriffe zeigten nur auf dem Flugfeld Wirkung, nicht aber in der Hügelkette. Die ersten schweren Verluste erlitten die Marines bei der Einnahme des Flugfeldes, da sich in den nördlichen Barracken zahlreiche Scharfschützen verschanzt hielten und aus den versteckten Stellungen am Strand immer wieder Kämpfer hinter die Kampflinien sickerten. Ein Angriff japanischer Panzer konnte aber zurückgeschlagen werden und anschließend wurden vor allem mit Mörsern die Gebäude gereinigt. Nach der Einnahme des Flugfeldes sollte es aber noch viele Wochen dauern, ehe die Amerikaner auch die Höhenzüge unter Kontrolle bekamen. Höhle für Höhle musste einzeln gesäubert werden, die Japaner tauchten immer wieder an den unerwartesten Stellen auf. Am Ende waren 40 Prozent der amerikanischen Soldaten gefallen oder verwundet, womit Peleliu die verlustreichste Schlacht für die Amerikaner im Pazifik überhaupt wurde (wenn auch nicht von den absoluten Zahlen her). Die Japaner indes kämpften wie stets bis zur vollständigen Vernichtung, nur marginale Anzahlen gingen in Gefangenschaft. Und so ging der Sieg letzten Endes an die Amerikaner, die sich darüber aber auch nicht wirklich freuen konnten: Die Schlagkraft der 1. Marine-Division blieb danach für fast ein Jahr spürbar gemindert. Berücksichtigt wird hierbei alles historische Material, welches zwischen dem 15. September 1944 (der Anlandung auf Peleliu) und dem 25. November 1944 (der Zerschlagung des letzten Widerstandes der Japaner auf den Höhenzügen zum Einsatz kam. Die Listen umfassen nur die Flugzeuge, die direkt in die Kampfhandlungen eingegriffen haben, nicht jene aus vorbereitenden Luftangriffen.
(>) Konwacht, SysOp GNN
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