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HoW-Szenarien: Kampf um Tunesien 1942-1943
(>) Um den völligen Zusammenbruch der Afrikafront zu verhindern, befahl Rommel 1942 den Rückzug auf die Mareth-Linie im südlichen Tunesien. Sie war gut befestigt und lag zudem an einem Nadelöhr, das nur schwer umgangen werden konnte und den Vormarsch auf Tunesien versperrte. Da im Rahmen der “Operation Torch” zudem US-amerikanische Streitkräfte von Algerien her auf tunesisches Territorium drängten, wurden die Streitkräfte der Achse in Afrika noch einmal deutlich aufgestockt. Es wurden zwei Brückenköpfe bei Bizerta und Tunis gebildet, von denen aus deutsche Verbände gen Westen eilten, um die alliierten Streitkräfte im Grenzgebirge abzufangen. Doch die alliierte Übermacht war erdrückend, viel Material ging auf dem Seeweg verloren und beinahe wäre hier die Afrika-Kampagne schon zu Ende gewesen, hätte nicht eine deutliche Verschlechterung des Wetters zu einer Stabilisierung der Frontlinien beigetragen. In der Folge konsolidierten sich die Achsenkräfte und es folgten einige bedeutendere Panzerschlachten, in denen die erfahrenen, deutschen Panzerverbände trotz zahlenmäßig hoffnungsloser Lage den unerfahrenen amerikanischen Panzertruppen schwerste Verluste beibrachten. Die Schlachten vom Kasserine-Pass und Sidi Bou Zid waren ein Desaster für die Amerikaner. Am Ende jedoch half alles Nichts: Die Briten verlockten Rommel zu einem fatalen Ausfall aus der Mareth-Linie und konnten in der Folge die geschwächten Achsenverbände wider Erwarten westlich umgehen. Hastig erfolgte eine Rücknahme der Front auf Gabes und anschließend ein fortwährender Rückzug gen Tunis. Anfang Mai 1943 wurden noch einige wenige, wertvolle Verbände evakuiert, doch das Gros der Achsenverbände musste am Ende aufgrund vollkommen verschossener Munition und Spritmangels den Kampf einstellen. Häufig steht der Kampf um Tunesien im Schatten der zweiten großen Niederlage des Jahreswechsels ‘42/’43 - Stalingrad. Doch tatsächlich wurde hier nicht minder von den Alliierten bewiesen, dass das Blatt sich endgültig wendete. Mehr noch: In Afrika gingen Männer in die Gefangenschaft, die in der Folge mit ihrer immensen Erfahrung eine wertvolle Ergänzung für den Kampf in Italien oder an der Ostfront gewesen wären. Doch nicht nur deshalb war die Schlacht um Tunesien bedeutend: Hier kamen auch erstmals bedeutende Kontingente der neuen Tiger-Panzer und anderer moderner Waffen zum Einsatz, die später in Europa von Bedeutung sein würden. Das Szenario behandelt alle Kämpfe zwischen dem 17. November 1942 (dem Beginn des alliierten Versuchs, Tunis und Bizerta zu erobern und den Achsenbrückenkopf noch im Entstehen zu vernichten) sowie dem 13. Mai 1943 (der Kapitulation der Achsenstreitkräfte in Afrika). Schiffe spielen in diesem Szenario keine Rolle. Es wird empfohlen, auf alliierter Seite nur die US-Amerikaner und Franzosen sowie Briten und Polen zu mixen, da dies den historischen Kommandostrukturen entspricht.
(>) Konwacht, SysOp GNN
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