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Historische Einzelspieler-Session: Midway 1942 - 30.06.2007 Szenario: Midway 1942 “Da wir beide jedes Kartenset nicht 4x sondern nur 3x besitzen, sind in dieser Schlacht quasi alle erlaubten Einheiten im Spiel vertreten. Zusätzlich häufig in den Decks zu sehen: Auf Seiten der Achse mehrere Flakscheinwerfer sowie auf beiden Seiten große sowie kleine Küstenbatterien, auf seiten der USA zusätzlich Raffinerien, MG-Produktionen und die Wrackbeseitigung. Startländer sind Kure, die Aleuten, Midway und Laysan. Es wird nach dem Spielmodus ‘Total Domination’ gespielt, das heisst: Es werden jeweils neue Länder ins Spiel gebracht, sobald ein altes an einen der beiden Spieler geht, die benötigte Siegpunkteanzahl liegt jedoch weiter bei 15. (Anmerkung: Das erschien uns sinnig, da es ansonsten vorkommen kann, dass ein Spieler alle Länder erobern muss, um einen Sieg zu erreichen.) Die USA sind sich bewusst, dass sie zwar die Lufthoheit haben, jedoch der kaiserlichen japanischen Flotte zur See hoffnungslos unterlegen sind. Auf jede Siegfahne müssen die USA höllisch aufpassen. Die Partie beginnt verhalten. Beide Spieler ziehen anfangs schwach an Basen nach. Lediglich ein, zwei kleine Flieger befinden sich auf beiden Seiten im Spiel - ein Schnellboot auf Seiten der USA wird durch einen japanischen Aufklärer in Schach gehalten und schliesslich durch einen Spielfehler seitens des US-Spielers auch versenkt. Dann mischt sich eine B-17 Flying Fortress ins Spiel ein und schafft es tatsächlich, ein oder zwei strategische Bombenangriffe zu starten, bevor ein japanischer Flugzeugträger auf dem Schlachtfeld erscheint und weitere Aktionen dieser Art vereitelt. Inzwischen erscheinen auch die ersten 227er und Splitterbomben auf dem Plan, so dass sorgfältig mit den Ressourcen geknausert wird um ja nicht lebenswichtige TW im entscheidenden Augenblick zu wenig zu haben. Vereinzelt müssen kleine Küstenbatterien und auch eine einzelne große Küstenbatterie sowie ein Flakscheinwerfer das Zeitliche segnen. Inzwischen hat die USA zwar ein paar Schiffe im Spiel, ist aber den Japanern zur See unterlegen, die nun fast jede Runde einen schweren Kreuzer oder ein Schlachtschiff ins Rennen schicken. Laysan fällt in die Hände des Tenno, ebenso Kure. Ein Jäger der USA muss weichen. Die USA haben ohnehin die falschen Flieger im Einsatz, noch können sie daher der japanischen Flotte nicht gefährlich werden. Aber ein paar U-Boote können schon stören, deswegen ist auch der Japaner vorsichtig geworden. Mit einigen Verlusten geht Dutch Harbor schliesslich an die Alliierten, jedes der ausliegenden Länder mit 6 Punkten kann daraufhin jedoch Japan den Sieg bringen. Doch U-Boote auf amerikanischer Seite halten die Schlachtschiffe in Schach, nachdem eine Küstenbatterie mittels eines Fliegerangriffes aus dem Weg geräumt wurde. Amerika muss die zwei verbliebenen 6-Punkte-Länder einnehmen um den Sieg noch davontragen zu können. Dabei hilft enorm, dass es auf japanischer Seite nur noch einen Flieger gibt; alle anderen haben sich heldenhaft vor die B-17 geworfen, die mehrere Male einen Bombenangriff zu fliegen versuchte. Schliesslich ist es soweit, Wake ist durch U-Boote und Schnellboote soweit gesichert, dass sich auch ein, zwei Kreuzer der Amerikaner ins Land trauen, nur opponiert von einem einzigen japanischen U-Boot, welches durch die Luftüberwachung einer Catalina quasi unbrauchbar ist. Ein Hafen und ein Bunkerknacker auf gegnerischer Seite verhindern noch den Sieg, aber das ist nur noch eine Zeitfrage. Die Kräfte des Tenno schwinden, doch er hat noch einen letzten hinterhältigen Plan. In seiner Hand schlummert noch ein letzter Flakscheinwerfer, der die Fliegerstaffel, die Midway vor feindlichem Zugriff schützt, ausbremsen könnte. Mehr aus Zufall denn Intuition benutzen die Alliierten eine Explosive Landung am Ende der Kartenziehphase. In letzter Minute kann damit das hinterhältige Bauvorhaben vereitelt werden. Jetzt sind die kaiserlichen Kräfte gänzlich erschöpft. Ein riesiges Aufgebot an Schlachtschiffen und Flugzeugträgern muss aus der Ferne der Aufmarschzone mit ansehen, wie Siegfahne um Siegfahne in die geschützen Länder wandert - der Lufthoheit der Amerikaner sei Dank. Eine Verlegung in die Länder wäre inzwischen reiner Selbstmord. Wake geht an die Alliierten, nun geht es nur noch um Midway, doch auch das ist lediglich eine Zeitfrage. Zusätzlich werden nun U-Boote und Schnellboote nach Midway verlegt. Schließlich tragen die USA knapp den Sieg davon. Eine weitere Splitterbombe hätte, wie sich im Nachhinein herausstellt, das Spiel in einem Unentschieden enden lassen, da bei Zerstören einer MG-Produktion des Amerikaners genau eine Siegfahne gefehlt hätte um den Sieg in Midway davonzutragen. Tragisch, aber unabwendbar ist die große kaiserliche Flotte geschlagen... Ein knappes Spiel, spannend und abwechslungsreich. Hätte allerdings wesentlich schlechter für mich ausgesehen, wenn die B-17 nicht rechtzeitig aufgetaucht wäre und wenn Japan am Anfang mehr Basen nachgezogen hätte... Fazit: Sehr gut balanciert, auch wenn oder gerade weil beide Seiten komplett unterschiedlich spielen müssen, um den Sieg davonzutragen. (Auch wenn mein erster Blick auf die Decklisten zugegeben etwas sparsam ausfiel...)” Raven (editiert: Konwacht) |
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