|
Deutsche Meisterschaft 2009 in Düsseldorf: 18.04.2009
Runde 1
Großer Sieg (15-2) gegen Senator und Michael
Der Auftakt ins Turnier und die wegweisende erste Partie, wo wir endlich den Feldtest unserer Decks antreten konnten. Kein Plan überlebt ja bekanntlich den ersten Feindkontakt und mir schwante schon Böses, als ich meine erste Starthand aufgrund von 0 (in Worten: NULL) Basen sofort wieder zurückschob. Die zweite war dann mit der so wichtigen Sabotage aber bedeutend besser. Das Spiel ist leider schnell erzählt. Durch frühe Basisbomber, unterstützt durch Aktionskarten gelang es uns, Senator aus dem Spiel zu nehmen. Da er dann darauf verzichtete weitere Basen ins Spiel zu bringen, konnten wir uns mit unseren Bombern auf Michaels Basis einschießen und auch diese nach einiger Zeit niederkämpfen. Das gestaltete sich zwar langwierig, da er mehrere Bombenproduktionen im Spiel hatte und darum immer noch TW-Nachschub besorgen konnte, hielt ihn aber auch davon ab, weitere Fahnen zu bauen. Mit den Infanteristen, die er in den ersten Runden gebaut hatte, gelang es ihm, St. Lô zu erobern, aber mehr war nicht zu erreichen und die beiden hißten die weiße Fahne.
Runde 2
Kleiner Sieg (11-9) gegen Papa Locke und Sven?
Das definitiv härteste Match des Turniers. Wir kamen beide mal wieder recht gut aus dem Quark und Mephisto hatte sehr früh eine B-24 im Spiel. Der erste Angriff erfolgte auf die Basis von Lockes Partner, wo sich allerdings eine Billigflak opferte. Dort kamen wir, wenn ich mich recht erinnere nächste Runde einmal durch, während Locke jetzt eine 109G und eine 190F verlegte, um unsere Liberator abzuschießen. In diesem Fight zerlegten wir die 190 mit dem Abschuß, überlebten gegen die Messerschmitt selbst mit dem Begleitjäger, die sich ihrerseits mit der SigPi rettete. In den folgenden Runden wurde unser Arsenal an Aktionskarten regelrecht mexikanisch abmunitioniert. Caen konnten wir trotz Luftherrschaft nicht halten, da die beiden irgendwann genügend Panzerflaggen hatten. Unser Landgewinn von St.Lô wurde außerdem noch durch einen Panzerabschuß von Locke verzögert. Wir gingen danach weiter nach Avranches, während die beiden sich den Kessel von Falaise schnappten. Parallel dazu wurde ihre Luftwaffe (mit geschätzten 80 Jägern - je Deck) immer stärker. Einen Flaggenvorteil hatten wir auch nicht unbedingt, dafür aber den Ärmelkanal mittlerweile unter unserer Kontrolle. Dadurch schafften wir es irgendwann, eine Runde schneller zu sein als die beiden. Wir eroberten Le Mans (unter Einsatz beider Überraschungen + einem Bombenschützen) eine Runde bevor sie Rennes in Besitz nahmen, wobei wir noch Karl Heinz und zwei Panther zerschroteten. Mittlerweile lagen so immens viele HighEnd-Jäger in ihren Aufmarschzonen, dass wir einen eventuellen Luftkampf unmöglich noch gewinnen konnten. Dieser kam über Paris zustande, wo wir die Reste unserer JaBos und Bomber verloren (sechs Flieger meines Wissens) und auf der Gegenseite lediglich eine 190er JaBo mitnahmen. In diesem Moment war die Spielzeit um, so dass nur noch diese Runde zu Ende gespielt wurde (in der fiel Paris an uns) und eine weitere. Die haben wir nicht mehr gespielt, da wir nichts mehr hätten wuppen können und Locke und Sven unvermeidlich Orleans erobern würden. Entstand 11-9 für uns, wobei nun auch so langsam der Ofen für uns aus gewesen wäre. Ein Land hätten wir noch spammen können (was maximal 14 Punkte bedeutet hätte), aber alles weitere wäre sehr schwer geworden. Das Timing unserer kam also zum Glück ziemlich genau hin.
Runde 3
Großer Sieg (15-0) gegen Lucky und Necro
Traditionen müssen bewahrt werden. Eine dieser Traditionen verlangt es, dass Necro bei Mephisto abhebt, und ihm dadurch zu einer Starthand verhilft, mit der er sich sein eigenes Grab schaufelt. Necro versuchte aber diesmal, das Schicksal zu überlisten, in dem er bei mir abhob und Lucky dasselbe bei Mephisto abhob. Okay, mal aus meiner Perspektive: ich hatte schon voreilig ein Hand gezogen mit Sabotage, Kriegswirtschaft und einem Bedford. Die legte ich zurück und mischte, damit Necro abheben konnte. Mit dem Ergebnis, dass ich die eben erwähnten Karten immer noch hatte, aber jetzt zusätzlich noch eine Boston Lucky hatte wohl ähnliches Glück, jedenfalls bauten Mephisto und ich beide in Runde 3 eine Boston und bereits in der darauffolgenden Runde bombardierten wir Necros Basis das erste Mal und ebneten sie kurz darauf auch vollständig ein. Jetzt mußte nur noch Hannover auf Agrarwirtschaft umgestellt werden. Lucky hatte zwar selbst mit der He111 früh einen Basisbomber im Spiel, brauchte sie aber zum Schutz der eigenen Basis. Den Bau einer Me109 G-6 konnte ich ihm mit der Explosiven Landung noch ausreden, sah aber, dass er auch noch eine D-9 auf der Kralle hatte. Und er unternahm wirklich alles, um zu den 8 TW zu kommen. Trotz Blitzangriff unserseits, schaffte er es mit Einsatz des Ölfelds, eines TW aus dem Ärmelkanal durch Necros U-Boot und eine gegen 2 Sabotagen gebaute Verladerampe doch noch, 8TW zusammenzukratzen. Er brachte in der Folgerunde sogar noch eine weitere D-9 ins Spiel, beide fielen aber unseren Abschüssen zum Opfer. Genau rechtzeitig (und für meinen Geschmack auch im genau richtigen Spiel) traf meine Nachtbomber-Mosquito ein und konnte umgehend einen weiteren Jäger, den Lucky nächste Runde gezogen hätte, verschrotten. Damit war das Thema Heimatschutz dann auch in Hannover abgehakt. Unconditional Surrender
Runde 4
Großer Sieg (15-4) gegen Roland und Lars
Ein Riesenvorteil für uns war die Tatsache, dass wir die kurzen Runden zuvor natürlich zum Spionieren nutzen konnten. So wußten wir, dass Roland und Lars bedingungslos inf-rushten und kein einziges Flugzeug an Bord hatten. Ihre Inf versuchten sie in der Regel durch den LA Bunker vor gegnerischem Fliegzeug zu schützen. Als Basisschutz nutzten sie Flakbatterien + Feuerwehren. Wir wußten, dass hier die Sabos enorm wichtig waren und kurz danach der erste Jagdbomber her mußte. Auch die Mosquito war sehr interessant, da sie ungehindert im feindlichen Depot würde wildern können um damit den Nachschub an Fusslatschern auf ein Minimum zu reduzieren. Die Starthände waren gut (bei mir) und traumhaft (bei Mephisto). Er baute in Runde 3 eine Liberator. In dieser Runde fiel übrigens auch schon völlig unvermeidlich St. Lô an die beiden. In Runde 4 dann aber der erste - zum Glück einzige und noch größeren Glück nicht spielentscheidende Fehler. Ich suchte mir den Marinebeobachter heraus, um beim Einsatz von Mephistos Flughafen die Einsatzbesprechung herauszusuchen. Irgendwie verbaselte ich es aber, mir die 2TW dafür freizuhalten und baute lieber eine Inf :-) Im Nachhinein gar nicht so schlimm, denn damit konnte ich in der darauffolgenden Runde zumindest gegen eine frz. Butter-und-Brot Infanterie in Avranches abtauschen und somit den Rush schon etwas abschwächen. Wir legten beide schnell eine Boston nach (bei mir durch den Flugzeugbeobachter auf die Hand geholt, ebenso wie kurz danach eine Mosquito), während auf der anderen Seite die Infanteristen wohl mit nichts anderem als Zellteilung beschäftigt waren. Durch Rolands Basis kämpften wir uns durch, wobei die Bostons gegen die FlaBa einmal mit dem Begleitjäger aufgepumpt werden musste. Derweil fiel auch Avranches an die gierige Meute. Roland baute vorher noch eine MG-Prod in den Ärmelkanal, was nur möglich war, da ich alle TW für meine P-38 brauchte und die Sabo sperren mußte. Da Mephisto aber auch eine P-38 spielte, wurde der LA gleich nächste Runde ge-lightningt. Roland war damit komplett raus, während Lars Basis durch zwei FlaBas + eine Feuerwehr jetzt recht gut stand. Meine Mosquito nahm ihm allerdings die Möglichkeit, zu weiteren Flaggen zu kommen. Wir hatten mittlerweile einen wunderschönen Flugzeughimmel über Nordfrankreich errichtet und ein letzter verzweifelter Ansturm von ca. 10 Infs wurde niedergeschlagen, und Operation Cobra kam in Le Mans(oder Rennes?) endgültig zum Stehen.
1 Platz: Gezi-General / Mephisto (Alliierte, Allround-Deck mit Basisbomber-Unterstützung)
Spielbericht: GeZi-General
|