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Historische Mehrspieler-Session: Nachtschlacht von Guadalcanar - 16.10.2004 An diesem Tage trafen sich immerhin sechs Berliner Spieler zu der bislang größten Mehrspieler-Session, die je hier gespielt wurde. Sechs Spieler an einem Tisch bedeutete natürlich auch dreimal so viele Einheiten und Fahnen in den Ländern, wodurch die Gefechte nicht gerade unerheblich länger andauerten als sonst - immerhin dauerten die beiden Spiele satte 6 Stunden... Aber umso mehr Verwirrung herrschte in einigen Situationen - aber auch umso mehr Spaß kam bei den Beteiligten auf. Um diese wirklich außergewöhnliche Session zu dokumentieren, finden sich weiter unten auch zahlreiche kommentierte Fotos. Die drei wohl für diese Session klassischsten Sprüche sollen im Folgenden genannt werden: In dieser Runde wurde des Öfteren mal mit Einheiten der Spielpartner auf der gleichen Seite gespielt, was zu einigen sehr lustigen Szenen führte, wenn “mal so eben” eine Einheit eines Verbündeten geopfert wurde anstatt die eigene. “So, und diese Kongo blockt den hier...” (große Maus, Japan) Und auch für die Rache am Spielgegner wurde auf die Karten der Verbündeten zurückgegriffen: “WAS??? Na warte... ich... ich... (Spieler greift nach Depot) ... schon mal mit Karten beworfen worden?” (kleine Maus, USA) Und ein Satz, der für das Spielgeschehen der Alliierten symptomatisch sein sollte: “Dieser VERDAMMTE Splitterschutzwall !!!” (diverse USA-Spieler zu diversen Punkten im Spiel - in Bezug auf den einen Splitterschutzwall, den Konwacht als Einziger garantiert immer im Spiel hatte) Ausgangssituation und historischer Background: Nachtschlacht von Guadalcanar Interessant war bei diesen Vorgaben, dass so die Fähigkeiten des Landes Salomonen perfekt ausgenutzt werden konnten - und tatsächlich im zweiten Spiel auch zur Anwendung kamen. Alle Decks der Beteiligten nutzten diese Bedingungen hervorragend aus, auch wenn in den Spielen - vor allem dem zweiten an diesem Abend - kaum amerikanische Luftwaffe zu sehen war. Aber das lag weniger am Mangel im Deck als am Zugpech... viele Lightnings sah man jedenfalls nicht auf dem Tisch... Spieler: große Maus (Japan) Igor (USA) Ablauf Session 1: Die erste Schlacht entwickelte sich relativ zielstrebig auf Guadalcanar hin. Nachdem allen klar geworden war, dass Guadalcanar quasi die Schlüsselkarte sein würde, welche punktemäßig mit zweimal Salomonen gleichzog, konzentrierten alle Seiten ihre Kräfte auf jene Landkarte - wenngleich die US-Spieler zunächst die Salomonen gespamt hatten. Und wie schon so oft stellten sich dabei die Flugboote als äußerst lästig heraus - zumal eine Lightning das Ganze flankierte und gegen unsere lächerlichen Claude´s absicherte. |
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Mittlerweile konnte die Lightning entsorgt werden und ein Schiff nachgezogen werden - die Salomonen interessierten zu dem Zeitpunkt kaum noch jemanden. Und die zwei Flugbotte nervten noch immer... Die Luftmacht lag nun eindeutig auf Seiten der Japaner, zumal die Amerikaner quasi keine Flieger mehr nachzogen. Die eine Warhawk tauschte denn auch direkt mit einer Nick ab und die Catalinas wurden endlich ein Fressen der restlichen kleinen Jäger. Da es beide Seiten nur für nötig hielten, mit Zerstörern gegenseitig auf Tuchfühlung zu gehen, entwickelte sich das erste Nachtgefecht zur See zu einem reinen Schlagabtausch der Zerstörerflottillen - wobei eine Mavis den Japanern deutliche Vorteile sicherte. Das Ergebnis war ein klares 1:0 für die japanische Seite, welches den USA quasi alle Chancen auf einen Rekonter in diesem Land raubte. |
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In Guadalcanar tat sich danach nicht mehr sonderlich viel. Das Problem war bloß... keiner auf Achsenseite zog mehr Schiffe. Mit dem Resultat, dass es zunehmend schwierig wurde, die nötigen Fahnen zu halten - denn auf der Gegenseite lauerten so einige Bomben und Häfen... Nachdem Japan somit eine Runde lang die Produktion quasi auf Eis legte, um genügend TW für die eigenen - auch stattlich vorhandenen - Häfen zu besitzen, ging das fröhliche Bomben los. Und da Guadalcanar zwei Runden lang gehalten werden musste, wurden die Basen umso stärker entsorgt. Nach diesem Schlagabtausch waren allerdings auch keine Häfen mehr nötig, denn die Gegenseite besaß nun keine Karten mehr, um sich Fahnen in Guadalcanar legen zu können. Dafür hatte die kleine Maus - bislang ohnehin nur mit 5 TW spielend - nur noch drei Basisausbauten und war somit zwangsweise erstmal auf Zerstörer- und Kleinjägerproduktion beschränkt. |
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Nun hatten die US-Spieler nicht untätig gewartet und ihrerseits die verbliebenen Flottenteile in die Korallensee verlegt. Und das sah zunächst gar nicht gut aus - lagen da doch mit einem Mal zwei Flugzeugträger (die aufgrund von Korallensee allesamt 3 Fahnen brachten) und ein Kreuzer nebst einem U-Boot. In der Luft wurde dies durch einen Warhawk-Jäger sowie einen Avenger-Torpedobomber abgesichert. Das wären eigentlich bei Weitem genügend Fahnen gewesen, aber der eklatante Hafen-Mangel auf der einen Seite und der deutliche Überschuss auf der anderen Seite (es waren etwa sechs Häfen frei verfügbar) ließen diese Hoffnung nicht aufgehen. Diese Verzögerung nutzte die japanische Seite, um zügig eigene Jäger (immerhin vier Stück an der Zahl) und Bomber ins Land zu ziehen - nebst einer hübschen aber feinen Streitmacht aus einem U-Boot, einem Kreuzer und einem Zerstörer. |
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Ablauf Session 2: Diese Niederlage durfte natürlich nicht ungesühnt bleiben - und so ging es auf in eine zweite Runde. Diese stand zunächst unter dem eigentlich schon im ersten Spiel erwarteten Aspekt des “Landausbau-Rushens”. Was könnte besser sein, als den Gegner mit fünf, sechs, sieben... Landausbauten zu konfrontieren? Nun, der Gegner könnte selbst auf diese Idee kommen... |
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Nach einer ausgiebigen Runde Bombenwerfens blieben davon allerdings nicht mehr allzu viele übrig... Dabei war der Schwierigkeitsgrad erhöht, denn alle Seiten mussten die TW aus den Landausbauten beiseite lassen, da ansonsten die Gegenseite dank wiederum zahlreich vertretenen Häfen das Land hätte im Handstreich abräumen können. Nach den Aufräumarbeiten blieb wenig übrig - und Igor war diesmal derjenige mit der arg gebeutelten Basis. Bislang hatten auch alle Parteien nur wenige Einheiten gebaut (wen wundert´s?) und diese in den Aufmarschzonen behalten. Diese Runde wollten beide Seiten erstmal taktieren - und da die Alliierten quasi nur Zerstörer bauten und die Achsenspieler nur Jäger und Torpedo- sowie Sturzkampfbomber, wollte natürlich keiner der Erste im Land sein. Nur zögerlich verlegten beide Seiten kleine Kontingente in die bereits umlagerten Salomonen. Die Alliierten Schiffe - die Japaner nur Flugzeuge. Dennoch gelang den Alliierten mit einem Rush der Gewinn der Salomonen. Allerdings kam das den Japaner verrückterweise eher zugute - denn just in dieser Runde noch hatten die Amerikaner im Glauben um eine längere Schlacht noch drei Landausbauten hineingebaut. Die aber waren nun natürlich verloren - und die Achsenspieler nutzten die Spezialfähigkeit der Salomonen, um ihre Flugzeuge noch rasch nach Guadalcanar und in die Korallensee zu verlegen. Damit hatten die Alliierten zwar die Salomonen - und die Japaner mussten fortan mit den zwei Siegfahnen weniger rechnen, welche als Belohnung für die Alliierten in Guadalcanar und der Korallensee galten - aber die Japaner hatten nun in jedem Land Anti-Schiffs-Flieger und Jäger positioniert, |
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Nun wirkte sich für die Amerikaner immer heftiger die zumindest deutlich angeschlagene Basis von Igor aus, der weder Häfen noch Bomben besaß und zudem momentan nur wenig produzieren konnte. Die Japaner hatten endlich Schiffe bauen und Guadalcanar nehmen können - die Amerikaner bauten zwar auch Schiffe, aber die Schlachtschiffe und Zerstörer wären ein leichtes Fressen geworden - kamen doch schlichtweg keine Jäger mehr ins Spiel. Eine Lightning hatte das Licht des Spieltisches erblickt - und war auch gleich wieder gegen zwei japanische jäger abgetauscht worden. In solchen Situationen fluchte man denn öfters über den einen grundsätzlich ungesperrten Splitterschutzwall in der Basis von Konwacht. Dieser Jägermangel führte dazu, dass die US-Spieler keine Schiffe in Länder verlegen konnten - wären sie doch sofort ein Opfer der Bomber geworden. Da nützte es auch nichts, dass diese Runde die kleine Maus besseres Zugglück hatte und auf US-Seite deutlich am Besten dastand - nach dem ewigen TW-Mangel im Spiel davor. Doch die perfekte Arbeitsteilung (die freilich durch extremes Zugglück begünstigt wurde) - große Maus Schiffe, Huhni3107 Flugzeuge und Konwacht ... nix (dafür aber immer viel TW frei für Häfen und Bomben *g*) - sorgte denn schnell dafür, dass sowohl Guadalcanar als auch die Korallensee schnell fielen. Ein, zwei Gegenstöße in der Korallensee wurden abgewehrt... aber alles kumulierte auf einen Endkampf um die letzte Salomonenkarte hin. Denn nun stand es 14:4 - und die Salomonen würden über einen großen Sieg oder ein eher Beinahe-Patt entscheiden. |
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Das war sicherlich eine der schönsten Multiplayer-Sessions bislang überhaupt - und ein gelungener Spieleabend in Vollendnung. Auch wenn den Amerikanern an einigen Stellen kritisch wenig Luftwaffe auf den Händen lag - die das Spiel manches Mal hätte anders verlaufen lassen - war es ein spannender und abwechslungsreicher Abend. Und eigentlich war alles dabei, was die Pazifikedition an Neuem brachte: Kamikaze-Angriffe, Flugzeugträger mit 3 Fahnen, das Nutzen von kleinen Ländern zum Verlegen in die großen solchen, Luftkämpfe, Seeschlachten - und jede Menge Flugboot-Schrott... *g*. Wenn es eine Karte gab, die beiden Seiten auf den Wecker fiel, dann waren das die zig Flugboote, die permanent gegenseitig die Schlachtschiffe sperrten - und damit leider sich mal wieder als etwas zu heftig erwiesen. Denn wer baut schon für 9 TW ein Schlachtschiff, das permanent nur gesperrt herumliegt - anstatt einfach drei bis vier Zerstörer zum selben Preis... Ungeachtet dessen war es ein toller Abend - Dank an alle Beteiligten! Ergebnis: Spiel 1 - Japan vs. USA 18:0 in Runde 17 |
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