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Historische Mehrspieler-Session: Stalingrad - 12.02.2005 An diesem Tage trafen sich immerhin fünf Berliner Spieler zu einer Mehrspieler-Session, die auf ganz besondere Weise geführt werden sollte. Es wurde wieder einmal um einen speziellen Satz Karten gekämpft, der extra für Stalingrad erstellt worden war. Die Besonderheit dieser Länderkarten bestand jedoch zusätzlich darin, dass sie keine “Länder” darstellten, sondern bestimmte Schlüsselpositionen der umkämpften Stadt - und dass man nicht um vier dieser Karten kämpfte, sondern jeweils um zwei. Sowie eine erobert wurde, folgte eine entsprechend der geographischen Anordnung nach - wodurch sich die beiden Parteien durch die Stadt regelrecht durchkämpfen konnten. Weitere Informationen dazu finden sich im Stalingrad-Szenario mit den Einheitenlisten dazu. Wie erwähnt kamen fünf Spieler - nicht sechs, sondern natürlich nur fünf. Mit dem Resultat, dass ich mich nicht selbst ins Getümmel stürzen konnte, sondern nur protokollieren. Dies hatte immerhin den Vorteil, dass ich die Multisession der restlichen vier Spieler ausgesprochen genau verfolgen und notieren konnte - was in diesem Fall Euch zu Gute kommt. Wie bereits bei Guadalcanar ist wieder ein großer Anteil Bilder dabei, der das Ganze illustriert. Erfreulich war auf jeden Fall, dass das Szenario sich als ausgesprochen ausgeglichen dargestellt hat und bis zuletzt beim Kampf ums Kaufhaus Uniwermag die Situation offen blieb. Ausgangssituation: Schlacht um Stalingrad Historischer Zeitpunkt: 23. August 1942 - 2. Februar 1943 Vorgaben: - Strategieformat Spieler: große Maus (Deutsches Reich und Italien) Langer81 (Sowjetunion) Ablauf Sessions: Es wurden drei Runden gespielt. Eine Multiplayer-Runde und zwei Einzelspieler-Runden. Ich hatte auf einen Einsatz in einer abschließenden Mulitsession zu sechst gehofft, da der sechste Spieler uns bis zuletzt Hoffnung auf ein Nachkommen machte - was sich aber aufgrund höherer Gewalt leider nicht erfüllte. Also blieb ich Beobachter und Schiedsrichter und konnte immerhin diesen Bericht vorbreiten. Die Digicams erweisen sich immer wieder trotz hoher Auflösung als nicht sonderlich geeignet, um wirklich gute Bilder zu erhalten - was freilich auch daran liegt, dass Blitz nicht geht (die Hüllen überspiegeln) und man auf den Überblicksszenen die Karten so klein hat, dass die Einheiten nicht mehr erkennbar sind. Ich bitte dies zu entschuldigen und die Bilder nur als grobe Illustration zu sehen *g*. Lieblingszitat: “Wie? Was heißt das “keine Jagdpanzer Elefant”? AH! Uops... na dann halt Marder II.” (große Maus) |
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Die Russen begannen ihren Run auf Kuporosnoje, während die Achse als Startland die “Siedlung Roter Oktober” wählte. Sogleich begannen die russischen Spieler in ihr Land mit Landeinheiten zu spamen. Die Achse hielt zunächst erstmal mit Landausbauten in ihrem Startland und einigen Bombern gegen, so dass die Russen schnell ins Hintertreffen gerieten, was die Lufthoheit anging. Wen hatte das gewundert... ? |
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Was schon regelrecht bizarr wurde - die vorbereitenden Luftkämpfe der Achse sorgten für freie Lufthoheit in den Ländern. An die Basen kamen die deutschen Basisbomber jedoch nur kurz heran - die russischen Tupolew Tu-2S waren ideale Blocker. Und mit Erschrecken stellten die Achsenspieler auch fest (mehrmals während der Session), dass diese kleinen Teufelsdinger zu Zweit auch eine Fw-190A rausnehmen konnten... kurz: Die Situation bleibt klar. Die Russen versuchen im Schutz der Ruinen Kuporosnoje einzunehmen und die Achse setzt auf Luft-Spamen. |
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Es gelang beiden Parteien zeitgleich, ihr eigenes Land zu nehmen. Während auf russischer Seite natürlich im Wesentlichen die Infanterie und T-34 beteiligt waren, setzte die Achse in der Startphase mehr auf Landausbauten unterstützt von einigen Infanteristen. Als es dann ans Zurückziehen ging, hieß es “fröhliches Aussortieren”. Die ersten Basisbomber der Achse landeten auf dem Schrott und die Russen mussten einige schmerzvoll benötigte Paks aussortieren. Die Aufmarschzonen aller vier Spieler sahen... nun... voll aus.Anschließend wurden von der Achse die Banny-Rinne und von den Russen das Getreidesilo ausgelegt. [...] |
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Auch in der folgenden Zeit blieb die Situation sehr ähnlich: Die Russen setzten massiv auf kombinierte Infanterie- und Panzerverbände, die hin und wieder durch Flieger der Achse geärgert wurden - bzw. diese dort geparkt, aber sich dennoch im Getreidesilo verschanzen mochten. Die Achse hingegen setzte weiter auf Landausbauten und einige wenige Landeinheiten - flankiert von mittlerweile gut zehn Flugzeugen. Im Übrigen zeichnete sich bei Langer81 so langsam ein gewisser... Fluch ab. Er zog partou keine Basisausbauten. Der Kampf wogte hin und her, bis beide Parteien gleichzeitig ihre Länder gewannen. Erneut also ein Aufgehen beider Taktiken. Nun aber sollte es schwieriger werden. Während die Achse nicht direkt aufs Kaufhaus marschierte, sondern lieber zunächst das “Lager” angriff, waren die Russen mehr oder weniger gezwungen, die Schlüsselposition “Zariza-Brücke” anzugehen. Hier aber waren ihre Landeinheiten ungedeckt. Die Achse konnte munter bomben und den russischen Verbänden schwer zusetzen - also entschloss man sich, alle Jäger und Bomber aus den Aufmarschzonen ins Land zu verlegen, da man ohnehin kaum noch Karten auf der Hand hatte und die deutschen Basisbomber so wenig erreichen konnten. |
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Der erste Luftkampf brachte zunächst keine Entscheidung - die Russen gewannen eine Runde lang Zeit. Die Tupolews blockten nämlich die italienischen Jagdbomber ab. Dank ihres “Vorteil gegen Jäger” wurden diese leichte Beute. Da eine Polikarpow den dicksten Jäger der Achse, eine Fw-190, abblockte, blieben ein Bomber und ein Jäger der Achse ungeblockt. Das reichte aber nicht aus, um auch noch die russischen La-Jäger zu zerlegen, so dass nur die Tupolews mit den Jabos rausgingen (und der fliegende Sargnagel). Aber wie man unschwer am unteren Bildrand erkennen kann, kamen dann in der nächsten Runde eine Stuka, ein weiterer Basisbomber und ein Jäger der Italiener hinterher... Immerhin gewann die Achse an der Nordfront zudem ihr Land und stürmte sogleich weiter in Richtung “Mamajew-Hügel”. Der zweite Luftkampf entmannte die Russen dann vollkommen - zumindest an Flugzeugen. |
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Nun wurde es ungemütlich für die russische Seite. Der Mamajew-Hügel fiel widerstandslos an die Achse - wurde einfach überrant. Dank entsprechende Artillerie fiel es den Russen ohnehin schwer, da noch einmal reinzugelangen. Dafür “durften” sie auch noch fortwährende Bombardements der Achse an der Zariza-Brücke ertragen. Da half nur die Devise: “Für jede zerschosse Einheit schieben wir zwei nach.” |
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Während Langer81 zunehends zum “Kommi-Verräter” wurde und dem 4-Jahres-Plan um sagen wir acht Jahre hinterherhinkte, sein Plansoll nicht erfüllte und so der großen Weltrevolution in den Rücken fiel, nahmen immerhin Andres Verbände dennoch unter Einsatz größten Materials endlich die Brücke - da halfen auch andauernde Stuka-Angriff nicht. |
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Nach Erobern der Zariza-Brücke konnten die russischen Verbände ebenfalls nur noch ein einziges Ziel anvisieren: den Hauptbahnhof. Dieser jedoch ist so dermaßen fest in der Hand von Achsenverbänden, dass man nur zusehen kann, wie jene ihn erobern. Bittere Stunden für unsere kommunistischen Spieler. Doch anschließend wogt der Kampf auf das letzte Ziel zu: Das Kaufhaus Uniwermag - und damit das Spielziel. Bislang steht es 9:7 für die Achse... |
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Auf beiden Seiten standen sich am Kaufhaus zunächst vor allem Pak und diverse Artillerie-Einheiten gegenüber, darunter auch mal ein eher seltenes gesehenes Katjuscha-Gefährt. Das Ergebnis des kurzen aber heftigen Schlagabtausches war ein gegenseitiges Entfernen eben jener artilleristischen Unterstützungsgeräte. Und ja, man sieht richtig: Da liegen zwei Stukas und divsere Flieger im Land, denen die Russen nicht allzuviel entgegenzusetzen haben. Nur gut, dass Luftangriff in dieser Länderkarte wenig Erfolg zeigen... Und wenn man an den linken unteren Rand sieht, wird man bemerken... |
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... dass die Achse nun endlich ihre 1-TW-Einheiten ins Spiel bekam, die sie die ganze Zeit vermisst hatte. Immerhin sah es nun sehr gut aus für die Russen - hatten sie doch Panzer und Infanterie sage und schreibe fünf Mörsern gegenüber liegen. Aber die Russen sollten schnell merken, dass die AGB 1 eines Mörsers ausgesprochen schmerzhaft sein können... trotz eines Generalangriffs blieben zwei nervige Mörser übrig. Und in der gegnerischen Aufmarschonzone hatten einige Einheiten bereits aufs Nachziehen gewartet. |
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Zwei taktische Fehler der Russen führen nun zum Spielverlust. Einmal beim Generalangriff auf die Mörser und beim Zuteilen der Angreifer, danach beim Konter der Achse. Das Bild zeigt die Situation vor dem Konter bei der Angriffsdeklaration. Und die drei Mörser waren prima geeignet, als zusätzliche Angreifer Schaden zuzuteilen. Die Russen blockten leider falsch, wodurch beide hier noch sichtbaren Panzer und die Pak verloren gingen - und wohl zum ersten Mal in der HoW-Geschichte Mörser ein Spiel so entschieden haben dürften... *g* In jedem Fall kann man festhalten, dass das Szenario unerwartet ausgeglichen war, die Russen bis zuletzt eine reale Chance auf den Sieg hatten - und in HoW Fehler nunmal sofort bestraft werden. ^.^ Nichtsdestotrotz hat sich die russische Seite fabelhaft geschlagen - zumal Andre hiermit erst sein drittes HoW-Spiel bestritten hat... Ergebnis: Spiel 1 - Achse vs. Sowjetunion 14:7 in Runde 27 (2vs2) Sieg für die Achse Insgesamt durch die Einzelsessions ein 2:0 für die Achse bei einem Unentschieden, wobei die MultiSession halt sehr, sehr knapp ausging. |
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